Installation eines Windows 2003 Servers für eine neue Domäne
Angefragt und beantwortet von NobbyausHB am 20 April 2006 (19576 gelesen)
Hallo Admins,
dieses HowTo richtet sich an alle, die eine neue Domäne mit Windows 2003 Server einrichten wollen/sollen, sowie an diejenigen, die das schon mal gemacht haben und jetzt Fragen auftauchen "wie war das doch gleich..."
Gleichzeitig soll dies ein Leitfaden sein, wie DNS und WINS einwandfrei eingerichtet werden.
Eventuelle Fehler in diesem HowTo sind natürlich nicht ausgeschlossen, Verbesserungsvorschläge, Kritik und Lob entweder als Kommentar oder als PN direkt an mich.
Die Grundlagen zur IP möchte ich hier nicht näher erläutern. Näheres dazu findet ihr hier.
Zunächst zur Planung:
Name der Domäne: Testdomain.local
Name des Servers: Mailserver
Die Endung .local ist von MS empfohlen, für grosse Domänen gilt auch noch .global
Im Prinzip kann man die Endung auswählen wie man möchte, jedoch hat dies in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen geführt. Vor allem unter Windows 2000 Server, wenn die Domäne genauso heisst, wie die Mail/Internetdomain (meinedomain.de).
Da keine feste IP vorhanden ist, sollen die Mails in dieser Domäne per Popconnector vom Provider abgeholt werden, Zustellung soll über Relay des Providers erfolgen. Dazu wird es als Ergänzung zu der Konfiguration des SMTP-Connectors von Heinz noch ein weiteres HowTo von mir geben. Das kommt aber später, erst einmal muss die Domäne einwandfrei laufen.
IP-Bereiche: 192.168.10.0 also das Netz als solches
Subnetmask: 255.255.255.0 also 24bit
192.168.10.0 /24 wäre das also gleiche, nur anders geschrieben
Erste IP: 192.168.10.1 gemäss Regeln die Default Route
Letze IP 192.168.10.255 gemäss Regeln die Default Broadcast-Adresse
Netzwerkkonfiguration:
Router: 192.168.10.1 /24
Server: 192.168.10.10 /24 bis 192.168.10.20 /24
Drucker: 192.168.10.30 bis 192.168.10.40
Clients: 192.168.10.50 bis 192.168.10.200
VPN usw: 192.168.10.201 bis 192.168.10.253
Mailserver: 192.168.10.10
Auf DHCP verzichte ich in diesem Beispiel bewusst.
Vorbereitung:
Zunächst muss sichergestellt werden, dass für die gesamte Hardware alle Treiber in möglichst aktuellster Version vorliegen. Nichts ist ärgerlicher, als eine abgebrochene Installation wegen eines fehlenden Treibers für den SCSI-Raid-Controller. Die Server-CD(s) sollten das zurzeit aktuelle Servicepack enthalten. Wie man solch eine CD erstellt, kann ich gerne mal schreiben.
Nun geht es los:
Den Server booten und im BIOS einstellen, dass er als erstes von CD/DVD starten soll. Dann erst von Platte/SCSI-Device o.ä., je nach Hardware.
Beim Boot des Servers kommt die Meldung "Zum Starten von CD eine ..." Das mache ich, denn ich will ja Windows 2003 Server installieren. Das System beginnt von der CD zu starten. Auf der untersten Zeile steht, welche Treiber das Setup gerade lädt.
Achtung: sollte ein SCSI- oder anderer RAID-Controller eingebaut sein, an dieser Stelle bereits "F6" drücken, um den Treiber von Diskette zu installieren. Man merkt aber, ob Windows den Controller erkannt hat, spätestens dann, wenn keine Festplatte zum installieren gefunden wird.
Dann die Platten/n nach Wunsch partitionieren, mittlerweile nehme ich mindestens 40GB für die Systempartition, Rest nach Wunsch und Planung.
Tipp: Wird ein RAID-Controller verwendet und die Platten bereits dort entsprechend aufgeteilt, werden weitere Laufwerke bereits an dieser Stelle angezeigt.
Nach Abschluss der Installation auf C: (bitte...), dauert je nach System zwischen 8 und 80min, bootet der Server das Erste mal durch, um danach das Setup weiterlaufen zu lassen. Nach dem nächsten Reboot kommt der Assistent und fragt nach der CD 2 zur Fortsetzung der Installation.
Anmerkung: Je nach Version des Servers kann das auch nur eine CD oder eine DVD sein. Dann entfällt natürlich die Frage nach der 2ten CD.
Tipp: An dieser Stelle breche ich das Setup nicht ab, sondern minimiere nur das Fenster. Dann erstelle auf dem Laufwerk C: eine Directory Install, darunter eine Directory Server. Das kann natürlich auch ein anderes Laufwerk sein, die Pfade müssen dann entsprechend lauten.

In dieses Verzeichnis (Directory) wird nun der Inhalt der 2ten CD kopiert. Ist das fertig, von der 1ten CD (Boot-CD) die Verzeichnisse I386 und Support.
Bei nur einer CD bzw. DVD sollte das nach dem kopieren so aussehen

Dann über Start - Ausführen - Regedit

die Taste "F3" nach "Sourcepath" suchen.

Den vorhandenen Pfad (vom CD/DVD-LW) durch den Bereitstellungs-Pfad ersetzen.

Mehrfach "F3" drücken, um alle Pfade zu finden und anzupassen.
Nach einem Neustart, ohne das Setup abzubrechen, wird dieses nun ohne weitere Frage nach einem Datenträger fortgesetzt.

Tipp: Wenn es mal ein neueres Servicepack geben sollte, kann dies mit dem Parameter :update.exe /integrate:c:InstallServer integriert werden. Somit ist sichergestellt, das bei Hinzufügen oder drüberinstallieren von Optionen immer die aktuellen Versionen verwendet werden.
Hinweis: Diese Art der Installation nennt man Bereitstellung. Im Allgemeinen installiere ich nie von CD / DVD, sondern gehe immer den beschriebenen Weg.
Auch bei Exchange und anderen Anwendungen, z.b. Office und so weiter.
Alle Parameter:

Tipp: Der Screenshot ist von einem SP2 für Windows XP. Die Parameter sind aber gleich.

Nach dem erfolgten Neustart minimiere ich den Wizard, man kann ihn aber auch beenden.

Jetzt wird überprüft, ob noch irgendwelche Treiber fehlen. Der Geräte-Manager

sollte keinerlei Fragezeichen enthalten.
Tipp: Sollte noch irgendetwas nicht in Ordnung sein, an dieser Stelle unbedingt beheben! Sonst kann man sich später einen Wolf suchen.
Als nächstes bekommt die Netzwerkkarte ihre IP-Adresse und Gateway. Ist der Router/die Firewall nicht sicher, an dieser Stelle noch kein Gateway eintragen.
Falls ja, kann der Server ab diesem Moment in das Internet, macht z.B. für Treiber und so weiter Sinn. Muss aber nicht sein.

Eigenschaften vom Netzwerk öffnen

So sieht das dann aus

Eigenschaften der Netzwerkkarte (LAN-Verbindung)öffnen

Die Eigenschaften der Netzwerkkarte geöffnet

Nach klicken auf Internetprotokoll und klick auf Eigenschaften, sowie eintragen der Adressen sieht das dann so aus
Tipp: Die Netzwerkkarte muss einen Link Hardwareseitig haben, am besten an einem Switch, sonst geht es nicht weiter!
Ist alles soweit in Ordnung, der Server hat eine Verbindung zum Netzwerk, d.h. mindestens er selbst ist im LAN, kann es weiter gehen mit Active Directory
Active Directory

Dazu startet man den Assistenten.

Das Netzwerk wird durchsucht

Fenster zur Auswahl, was gemacht werden soll

Domain Controller auswählen und mit Weiter fortfahren.

Zusammenfassung, was ausgewählt wurde, Weiter

Das nächste Fenster - Weiter

Hinweis lesen, Weiter

Da ich eine ganz neue Domäne einrichten möchte, dies auswählen, Weiter

Es soll auch eine neue Gesamtstruktur erstellt werden, Weiter

Hier wird nun der Name der Domäne eingegeben. Wurde ja bereits bei der Planung festgelegt.
Tipp: Mit Umlauten habe ich sehr schlechte Erfahrungen gemacht!

Nun noch der Netbios-Name. IMMER mit dem Domänen-Namen identisch lassen!

Festlegen der Ordner für die Datenbanken

Festlegen des Ordners für das SysVol

Da ich ja noch keinen DNS-Server installiert habe, denn dies ist ja der Erste DC in der Domäne, kommt diese Fehlermeldung. Diesmal lasse ich den Assistenten den DNS erstellen und klicke Weiter.

Als nächstes kommt die Abfrage nach den Berechtigungen. Da ich keine Betriebssysteme VOR Windows 2000 einsetzen werde, klicke ich Weiter.
Tipp: Diese Einstellung kann NICHT nachträglich verändert werden! Sollten noch Systeme unter Windows NT oder Windows 9x laufen, hier Mit Prä... auswählen.

Jetzt was SEHR wichtiges. Wenn an dieser Stelle ein Kennwort vergeben wird (was man auch machen sollte), ist dies gut aufzuheben! Das hat NICHTS mit dem Administrator-Kennwort zu tun! Dieses Kennwort braucht man für eine Wiederherstellung des AD.

Jetzt kommt noch eine Zusammenfassung, was alles gemacht werden soll. Besonders sorgfältig prüfen, ob alles richtig ist!

Tja, nun geht´s los - Warten. NIEMALS Abbrechen drücken.

Wenn nicht irgendwas falsch war oder Hardware defekt ist, sollte das im Anschluss so aussehen.

Server jetzt neu starten!
Nach dem Boot kommt dann dieses Bild:

Ist man hier angekommen, war das schon ganz gut. Nach klicken auf Fertigstellen kommt wieder der bekannte Assistent.

Ich klicke auf WINS installieren

Fertig drücken

Und schaue gleich nach, ob der Server läuft

Wieder zum Assistenten
An dieser Stelle habe ich den WINS-Server bereits installiert und geprüft. Bevor ich den DNS-Server weiter konfiguriere, ändere ich die Einstellungen der Netzwerkkarte:

Wieder die Einstellungen wie schon zuvor

Wieder TCP/IP Eigenschaften auswählen. Man erkennt bereits, das der DNS-Server auf die IP-Adresse 127.0.0.1 (localhost) eingerichtet wurde.

Diesmal gehe ich gleich auf Erweitert

In das Register "DNS" wechseln und den Eintrag 172.0.0.1 löschen.

Über den Button Hinzufügen die richtige IP Adresse 192.168.10.10 eintragen.

Hinzufügen klicken

Eintrag korrekt?!
WINS
Hierzu in das Register WINS wechseln

Den Haken setzen bei Netbios über TCP/IP und über Hinzufügen, den WINS-Server mit der korrekten Adresse eingeben

So sollte das in diesem Fall aussehen, bevor auf hinzufügen geklickt wird

So sollte das dann aussehen.

Alles mit OK bestätigen. Hier auch.

Nach einer Weile ist das Fenster weg. Jetzt den DNS-Server verwalten

Erweiterte Ansicht, Rechte Maustaste


Bei den Weiterleitungen den Router eintragen. Kann der Router keine Rekursion, (und ist nur ein DNS da) den Haken setzten bei Keine Rekursion für...

Korrekt eingetragen

Überprüfen, ob die Stammhinweise da sind und mit OK schliessen.
Tipp: Ich habe schon erlebt, das bei einer Installation die Root-Einträge nicht vorhanden waren. In dem Fall war das darauf zurückzuführen, das der Server während der Einrichtung keinen Internet-Zugang hatte. Sollte aber bei Windows Server 2003 mit SP1 nicht mehr auftreten.
Fehlen die Root-Einträge, kann der Server DNS nicht ins Internet weiterleiten!
In dem Fall mit der Hand eintragen.

Jetzt wird der WINS-Server bekannt gemacht. Rechte Maustaste auf die Domäne

Im Register "Wins" den WINS-Server eintragen

Das sieht dann so aus
Wenn alles fertig ist, noch die Reverse-Lookup-Zone erstellen.

Den DNS aus der Verwaltung aufrufen

Nach Erweiterung des Baumes mit der rechten MT auf die Reverse-Lookup-Zone

Startfenster des Assistenten

Soll ja eine primäre Zone im ADC werden - Weiter

Und auf allen DC´s repliziert werden - lustig, ist doch erst einer...

Hier wird wieder die IP-Adresse verwendet. Allerdings nur die ersten drei Bit
Tipp: Wie viele Teile der IP-Adresse eingetragen werden können, ist von der Länge der Subnet-Maske abhängig. Bei einer Maske von 24 Bit sind es immer die ersten drei Stellen des IP-Adressebereiches. IMMER den gleichen Bereich eintragen, der das Netzwerk angibt. Muss mal aus irgendwelchen Gründen der IP-Bereich verändert werden, muss auch immer eine neue Reverse-Lookup-Zone erstellt, und die nicht mehr gültige aus dem AD entfernt werden. Vergisst man das, führt das zu erheblichen Problemen bei der Namensauflösung!

Ich lasse nur sichere Update zu - Weiter

Und fertig

Wichtig ist der Haken

Jetzt trage ich noch einen Host per Hand ein - den Router

Das war es erstmal. Die übrigen Dienste usw. werden bei Bedarf später installiert.

Ich boote den Server noch mal neu und mache eine kleine Pause. Ob alles richtig ist, wird geprüft

Jetzt noch der Test, ob FQDN auflöst

Und dann auch noch nslookup
Im Wesentlichen ist der Server jetzt erstmal fertig, es fehlt noch IIS, .NET und so weiter.
Dies soll im nächsten Step kommen, wenn der Server zum Exchange-Server wird. Die Anleitung hat Heinz ja bereits fertig:
Installationsanleitung Exchange 2003
In den beiden nächsten HowTo kommen noch die Einstellungen an den Clients sowie Exchange ohne feste IP mit PopConnector.
Viel Erfolg!
Norbert
dieses HowTo richtet sich an alle, die eine neue Domäne mit Windows 2003 Server einrichten wollen/sollen, sowie an diejenigen, die das schon mal gemacht haben und jetzt Fragen auftauchen "wie war das doch gleich..."
Gleichzeitig soll dies ein Leitfaden sein, wie DNS und WINS einwandfrei eingerichtet werden.
Eventuelle Fehler in diesem HowTo sind natürlich nicht ausgeschlossen, Verbesserungsvorschläge, Kritik und Lob entweder als Kommentar oder als PN direkt an mich.
Die Grundlagen zur IP möchte ich hier nicht näher erläutern. Näheres dazu findet ihr hier.
Zunächst zur Planung:
Name der Domäne: Testdomain.local
Name des Servers: Mailserver
Die Endung .local ist von MS empfohlen, für grosse Domänen gilt auch noch .global
Im Prinzip kann man die Endung auswählen wie man möchte, jedoch hat dies in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen geführt. Vor allem unter Windows 2000 Server, wenn die Domäne genauso heisst, wie die Mail/Internetdomain (meinedomain.de).
Da keine feste IP vorhanden ist, sollen die Mails in dieser Domäne per Popconnector vom Provider abgeholt werden, Zustellung soll über Relay des Providers erfolgen. Dazu wird es als Ergänzung zu der Konfiguration des SMTP-Connectors von Heinz noch ein weiteres HowTo von mir geben. Das kommt aber später, erst einmal muss die Domäne einwandfrei laufen.
IP-Bereiche: 192.168.10.0 also das Netz als solches
Subnetmask: 255.255.255.0 also 24bit
192.168.10.0 /24 wäre das also gleiche, nur anders geschrieben
Erste IP: 192.168.10.1 gemäss Regeln die Default Route
Letze IP 192.168.10.255 gemäss Regeln die Default Broadcast-Adresse
Netzwerkkonfiguration:
Router: 192.168.10.1 /24
Server: 192.168.10.10 /24 bis 192.168.10.20 /24
Drucker: 192.168.10.30 bis 192.168.10.40
Clients: 192.168.10.50 bis 192.168.10.200
VPN usw: 192.168.10.201 bis 192.168.10.253
Mailserver: 192.168.10.10
Auf DHCP verzichte ich in diesem Beispiel bewusst.
Vorbereitung:
Zunächst muss sichergestellt werden, dass für die gesamte Hardware alle Treiber in möglichst aktuellster Version vorliegen. Nichts ist ärgerlicher, als eine abgebrochene Installation wegen eines fehlenden Treibers für den SCSI-Raid-Controller. Die Server-CD(s) sollten das zurzeit aktuelle Servicepack enthalten. Wie man solch eine CD erstellt, kann ich gerne mal schreiben.
Nun geht es los:
Den Server booten und im BIOS einstellen, dass er als erstes von CD/DVD starten soll. Dann erst von Platte/SCSI-Device o.ä., je nach Hardware.
Beim Boot des Servers kommt die Meldung "Zum Starten von CD eine ..." Das mache ich, denn ich will ja Windows 2003 Server installieren. Das System beginnt von der CD zu starten. Auf der untersten Zeile steht, welche Treiber das Setup gerade lädt.
Achtung: sollte ein SCSI- oder anderer RAID-Controller eingebaut sein, an dieser Stelle bereits "F6" drücken, um den Treiber von Diskette zu installieren. Man merkt aber, ob Windows den Controller erkannt hat, spätestens dann, wenn keine Festplatte zum installieren gefunden wird.
Dann die Platten/n nach Wunsch partitionieren, mittlerweile nehme ich mindestens 40GB für die Systempartition, Rest nach Wunsch und Planung.
Tipp: Wird ein RAID-Controller verwendet und die Platten bereits dort entsprechend aufgeteilt, werden weitere Laufwerke bereits an dieser Stelle angezeigt.
Nach Abschluss der Installation auf C: (bitte...), dauert je nach System zwischen 8 und 80min, bootet der Server das Erste mal durch, um danach das Setup weiterlaufen zu lassen. Nach dem nächsten Reboot kommt der Assistent und fragt nach der CD 2 zur Fortsetzung der Installation.
Anmerkung: Je nach Version des Servers kann das auch nur eine CD oder eine DVD sein. Dann entfällt natürlich die Frage nach der 2ten CD.
Tipp: An dieser Stelle breche ich das Setup nicht ab, sondern minimiere nur das Fenster. Dann erstelle auf dem Laufwerk C: eine Directory Install, darunter eine Directory Server. Das kann natürlich auch ein anderes Laufwerk sein, die Pfade müssen dann entsprechend lauten.

In dieses Verzeichnis (Directory) wird nun der Inhalt der 2ten CD kopiert. Ist das fertig, von der 1ten CD (Boot-CD) die Verzeichnisse I386 und Support.
Bei nur einer CD bzw. DVD sollte das nach dem kopieren so aussehen

Dann über Start - Ausführen - Regedit

die Taste "F3" nach "Sourcepath" suchen.

Den vorhandenen Pfad (vom CD/DVD-LW) durch den Bereitstellungs-Pfad ersetzen.

Mehrfach "F3" drücken, um alle Pfade zu finden und anzupassen.
Nach einem Neustart, ohne das Setup abzubrechen, wird dieses nun ohne weitere Frage nach einem Datenträger fortgesetzt.

Tipp: Wenn es mal ein neueres Servicepack geben sollte, kann dies mit dem Parameter :update.exe /integrate:c:InstallServer integriert werden. Somit ist sichergestellt, das bei Hinzufügen oder drüberinstallieren von Optionen immer die aktuellen Versionen verwendet werden.
Hinweis: Diese Art der Installation nennt man Bereitstellung. Im Allgemeinen installiere ich nie von CD / DVD, sondern gehe immer den beschriebenen Weg.
Auch bei Exchange und anderen Anwendungen, z.b. Office und so weiter.
Alle Parameter:

Tipp: Der Screenshot ist von einem SP2 für Windows XP. Die Parameter sind aber gleich.

Nach dem erfolgten Neustart minimiere ich den Wizard, man kann ihn aber auch beenden.

Jetzt wird überprüft, ob noch irgendwelche Treiber fehlen. Der Geräte-Manager

sollte keinerlei Fragezeichen enthalten.
Tipp: Sollte noch irgendetwas nicht in Ordnung sein, an dieser Stelle unbedingt beheben! Sonst kann man sich später einen Wolf suchen.
Als nächstes bekommt die Netzwerkkarte ihre IP-Adresse und Gateway. Ist der Router/die Firewall nicht sicher, an dieser Stelle noch kein Gateway eintragen.
Falls ja, kann der Server ab diesem Moment in das Internet, macht z.B. für Treiber und so weiter Sinn. Muss aber nicht sein.

Eigenschaften vom Netzwerk öffnen

So sieht das dann aus

Eigenschaften der Netzwerkkarte (LAN-Verbindung)öffnen

Die Eigenschaften der Netzwerkkarte geöffnet

Nach klicken auf Internetprotokoll und klick auf Eigenschaften, sowie eintragen der Adressen sieht das dann so aus
Tipp: Die Netzwerkkarte muss einen Link Hardwareseitig haben, am besten an einem Switch, sonst geht es nicht weiter!
Ist alles soweit in Ordnung, der Server hat eine Verbindung zum Netzwerk, d.h. mindestens er selbst ist im LAN, kann es weiter gehen mit Active Directory
Active Directory

Dazu startet man den Assistenten.

Das Netzwerk wird durchsucht

Fenster zur Auswahl, was gemacht werden soll

Domain Controller auswählen und mit Weiter fortfahren.

Zusammenfassung, was ausgewählt wurde, Weiter

Das nächste Fenster - Weiter

Hinweis lesen, Weiter

Da ich eine ganz neue Domäne einrichten möchte, dies auswählen, Weiter

Es soll auch eine neue Gesamtstruktur erstellt werden, Weiter

Hier wird nun der Name der Domäne eingegeben. Wurde ja bereits bei der Planung festgelegt.
Tipp: Mit Umlauten habe ich sehr schlechte Erfahrungen gemacht!

Nun noch der Netbios-Name. IMMER mit dem Domänen-Namen identisch lassen!

Festlegen der Ordner für die Datenbanken

Festlegen des Ordners für das SysVol

Da ich ja noch keinen DNS-Server installiert habe, denn dies ist ja der Erste DC in der Domäne, kommt diese Fehlermeldung. Diesmal lasse ich den Assistenten den DNS erstellen und klicke Weiter.

Als nächstes kommt die Abfrage nach den Berechtigungen. Da ich keine Betriebssysteme VOR Windows 2000 einsetzen werde, klicke ich Weiter.
Tipp: Diese Einstellung kann NICHT nachträglich verändert werden! Sollten noch Systeme unter Windows NT oder Windows 9x laufen, hier Mit Prä... auswählen.

Jetzt was SEHR wichtiges. Wenn an dieser Stelle ein Kennwort vergeben wird (was man auch machen sollte), ist dies gut aufzuheben! Das hat NICHTS mit dem Administrator-Kennwort zu tun! Dieses Kennwort braucht man für eine Wiederherstellung des AD.

Jetzt kommt noch eine Zusammenfassung, was alles gemacht werden soll. Besonders sorgfältig prüfen, ob alles richtig ist!

Tja, nun geht´s los - Warten. NIEMALS Abbrechen drücken.

Wenn nicht irgendwas falsch war oder Hardware defekt ist, sollte das im Anschluss so aussehen.

Server jetzt neu starten!
Nach dem Boot kommt dann dieses Bild:

Ist man hier angekommen, war das schon ganz gut. Nach klicken auf Fertigstellen kommt wieder der bekannte Assistent.

Ich klicke auf WINS installieren

Fertig drücken

Und schaue gleich nach, ob der Server läuft

Wieder zum Assistenten
An dieser Stelle habe ich den WINS-Server bereits installiert und geprüft. Bevor ich den DNS-Server weiter konfiguriere, ändere ich die Einstellungen der Netzwerkkarte:

Wieder die Einstellungen wie schon zuvor

Wieder TCP/IP Eigenschaften auswählen. Man erkennt bereits, das der DNS-Server auf die IP-Adresse 127.0.0.1 (localhost) eingerichtet wurde.

Diesmal gehe ich gleich auf Erweitert

In das Register "DNS" wechseln und den Eintrag 172.0.0.1 löschen.

Über den Button Hinzufügen die richtige IP Adresse 192.168.10.10 eintragen.

Hinzufügen klicken

Eintrag korrekt?!
WINS
Hierzu in das Register WINS wechseln

Den Haken setzen bei Netbios über TCP/IP und über Hinzufügen, den WINS-Server mit der korrekten Adresse eingeben

So sollte das in diesem Fall aussehen, bevor auf hinzufügen geklickt wird

So sollte das dann aussehen.

Alles mit OK bestätigen. Hier auch.

Nach einer Weile ist das Fenster weg. Jetzt den DNS-Server verwalten

Erweiterte Ansicht, Rechte Maustaste


Bei den Weiterleitungen den Router eintragen. Kann der Router keine Rekursion, (und ist nur ein DNS da) den Haken setzten bei Keine Rekursion für...

Korrekt eingetragen

Überprüfen, ob die Stammhinweise da sind und mit OK schliessen.
Tipp: Ich habe schon erlebt, das bei einer Installation die Root-Einträge nicht vorhanden waren. In dem Fall war das darauf zurückzuführen, das der Server während der Einrichtung keinen Internet-Zugang hatte. Sollte aber bei Windows Server 2003 mit SP1 nicht mehr auftreten.
Fehlen die Root-Einträge, kann der Server DNS nicht ins Internet weiterleiten!
In dem Fall mit der Hand eintragen.

Jetzt wird der WINS-Server bekannt gemacht. Rechte Maustaste auf die Domäne

Im Register "Wins" den WINS-Server eintragen

Das sieht dann so aus
Wenn alles fertig ist, noch die Reverse-Lookup-Zone erstellen.

Den DNS aus der Verwaltung aufrufen

Nach Erweiterung des Baumes mit der rechten MT auf die Reverse-Lookup-Zone

Startfenster des Assistenten

Soll ja eine primäre Zone im ADC werden - Weiter

Und auf allen DC´s repliziert werden - lustig, ist doch erst einer...

Hier wird wieder die IP-Adresse verwendet. Allerdings nur die ersten drei Bit
Tipp: Wie viele Teile der IP-Adresse eingetragen werden können, ist von der Länge der Subnet-Maske abhängig. Bei einer Maske von 24 Bit sind es immer die ersten drei Stellen des IP-Adressebereiches. IMMER den gleichen Bereich eintragen, der das Netzwerk angibt. Muss mal aus irgendwelchen Gründen der IP-Bereich verändert werden, muss auch immer eine neue Reverse-Lookup-Zone erstellt, und die nicht mehr gültige aus dem AD entfernt werden. Vergisst man das, führt das zu erheblichen Problemen bei der Namensauflösung!

Ich lasse nur sichere Update zu - Weiter

Und fertig

Wichtig ist der Haken

Jetzt trage ich noch einen Host per Hand ein - den Router

Das war es erstmal. Die übrigen Dienste usw. werden bei Bedarf später installiert.

Ich boote den Server noch mal neu und mache eine kleine Pause. Ob alles richtig ist, wird geprüft

Jetzt noch der Test, ob FQDN auflöst

Und dann auch noch nslookup
Im Wesentlichen ist der Server jetzt erstmal fertig, es fehlt noch IIS, .NET und so weiter.
Dies soll im nächsten Step kommen, wenn der Server zum Exchange-Server wird. Die Anleitung hat Heinz ja bereits fertig:
Installationsanleitung Exchange 2003
In den beiden nächsten HowTo kommen noch die Einstellungen an den Clients sowie Exchange ohne feste IP mit PopConnector.
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